Es gibt Worte, die wie eine Erinnerung klingen – zart, klar und doch kraftvoll.
Das Gebet der Lakota-Indianer gehört für mich zu diesen Worten.
„Großer Geist, lehre mich, meinem Herzen, meinem Verstand, meiner Intuition, meinem inneren Wissen, den Sinnen meines Körpers und den Segnungen meines Geistes zu vertrauen. Lehre mich, diesen Dingen zu vertrauen, damit ich meinen heiligen Raum betreten kann und Liebe jenseits meiner Angst finde. Dadurch kann ich in Balance gehen, während jede herrliche Sonne vergeht.“
Wenn ich dieses Gebet lese, spüre ich, wie sich mein Atem verlangsamt.
Etwas in mir erinnert sich: an eine Zeit, in der Vertrauen nicht gelernt werden musste, sondern einfach da war – natürlich, still und unerschütterlich.
Vertrauen – ein innerer Ruf
Vertrauen ist kein Ziel, das man erreicht.
Es ist eine Bewegung nach innen.
Ein Lauschen auf das, was der Verstand nicht greifen kann.
Es ist das stille Wissen, dass Herz, Körper und Geist miteinander sprechen – wenn wir still genug werden, um zuzuhören.
Oft haben wir verlernt, dieser inneren Sprache zu trauen.
Wir glauben, Antworten im Außen finden zu müssen: in Meinungen, Konzepten, Sicherheiten.
Doch das Gebet erinnert uns daran, dass die wahre Führung leise ist.
Sie kommt aus der Tiefe unseres Seins – aus jenem heiligen Raum, den nur wir selbst betreten können.
Jenseits der Angst liegt dieses tiefe innere wissen
Angst ist kein Fehler.
Sie ist Teil des Weges.
Aber sie darf uns nicht führen.
Wenn wir lernen, sie anzusehen – mit dem Herzen, nicht mit dem Kopf –, beginnt sie sich zu verwandeln.
Hinter der Angst wartet der Weg.
Ein Weg, der nichts fordert, nichts beweisen muss.
Dort ist man einfach, wie der Atem der Erde.
In diesem Raum, jenseits der Angst, geschieht Heilung.
Nicht als Prozess, den man „macht“, sondern als Erinnerung daran, wer wir wirklich sind.
Balance im Wandel
Jeder Sonnenuntergang, sagt das Gebet, trägt Balance in sich.
Das Licht verschwindet – und doch ist es nicht fort.
So auch wir: Wir dürfen loslassen, sinken, ruhen – um neu aufzuleuchten.
Vertrauen bedeutet, sich dem Rhythmus des Lebens hinzugeben.
Nicht alles kontrollieren zu müssen.
Sondern sich zu erlauben, zu spüren, zu atmen, zu sein.
Ein Raum für Erinnerung
Ich weiß, wie leicht es ist, sich im Außen zu verlieren – und wie tief die Sehnsucht nach innerer Rückverbindung sein kann.
Darum erschaffe ich Räume, in denen Menschen sich wieder erinnern dürfen: an ihr inneres Wissen, an die Sprache des Körpers, an die Weisheit der Seele.
Vielleicht spürst Du beim Lesen ein sanftes „Ja“.
Etwas in Dir, das aufatmet.
Dann folge diesem Gefühl.
Es ist Dein inneres Wissen, das Dich ruft.
Hier beginnt der Weg zurück – in Deinen heiligen Raum.
Dort, wo der Weg und das Vertrauen wieder eins werden.
✨ Wenn Du fühlst, dass dieser Weg Dich ruft, bist Du willkommen, ihn mit mir zu gehen – in einem bewussten Raum des Erinnerns, Fühlens und Heilwerdens.
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